Tarbiya Islamiyya im Theater Rudolstadt

Das erste Konzert des TFF im Theater war von Tarbiya Islamiyya, ein Ensemble aus einer Koranschule Sansibars. Zur Einstimmung las der Moderator Jens-Peter Müller ein Gedicht vom persischen Dichter Dschalal ad-Din ar-Rumi (1207 – 1273) vor. Tarbiya Islamiyya - allesamt festlich gekleidet - besteht aus zwei Mädchen und zehn Jungs bzw. Männern. Durch den Altersunterschied entsteht eine besondere Mischung aus klaren Kinderstimmen und kräftigen Erwachsenenstimmen. Besetzt waren Tarbiya Islamiyya mit einem Kanun-Spieler, einem Flötisten, einer Rahmentrommelgruppe und sechs Sängern. Das Konzert begann mit einem rein instrumentalen Stück, während die Sänger synchron zur Musik mitwippten. Danach stimmten die Vorsänger abwechselnd ein, gefolgt von einem Chorus. Auffallend waren die stimmgewaltigen, rezitierenden Soli der Vorsänger, denen das Publikum andächtig lauschte. Der Kanun-Spieler erklärte, dass die Texte von Umwelt, Politik, Religion und Gesellschaft handeln. Im Laufe des Konzerts wechselten sich die Musiker mit den Rahmentrommeln und den Gesängen ab, so dass ein angenehmes Gleichgewicht entstand. Auch variierten sie zwischen getragenen Einleitungen von Flöte und Kanun und schnellen, virtuosen Zwischenspielen der beiden Instrumente. Nach einer einzigartigen Stunde wurden Tarbiya Islamiyya mit großem Beifall und standing ovations aus dem Theater entlassen.

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