Kim Hae Sook
Koreanische Klänge und unbekannte Musik konnte ich heute Nachmittag auf der Bühne am Neumarkt bewundern. Kim Hae Sook ist eine der bekanntesten Gayageum Spielerinnen aus Südkorea. Die Gayageum ist eine zwölfsaitige Wölbbrettzither. Kim Hae Sook spielt auf diesem Instrument die Volksmusik Sanjo. Der Sanjo hat sich im 19. Jahrhundert aus dem Pansuri-Gesang entwickelt. Es ist die traditionelle Volksmusik aus Südkorea.
Die Musik charakterisiert sich über die Schulen, die diese Musikrichtung unterrichten. Kim Hae Sook spielt im Stil der Choi Ok-Sam Schule. Bei dem Konzert spielte sie zwei solistische Stücke auf der Gayageum. Die Sanjo Stücke werden ohne Unterbrechung gespielt und sind sehr lang. Die Lieder beinhalten viele Improvisationen, die Kim Hae Sook virtuos auszuführen versteht.
Das Programm war sehr abwechslungsreich. Ein Stück war eine Tanzimprovisation getanzt von Han Myung-Ok. Der Tanz spiegelte deutlich den Rhythmus der Perkussion, gespielt von Yu Kyung-Hwa, wieder. Ein weiteres Stück wurde von einem Streichquartett der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar begleitet. Harmonisch fügten sich hier die Streicher in die Sanjo Musik ein. Als letztes spielte ein virtuoses Trio aus Perkussion, Ajaeng und Gayageum. Den drei Musikern sah man hier besonders die Freude an ihrer Musik an. Es war ein wirklich schönes Konzert!
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