Kazimto und die Gebrüder Teichmann

Angekündigt als eines der spannendsten Projekte des TFF14 warten am Samstag Abend im Heinepark alle ganz gespannt auf Kazimoto und die Gebrüder Teichmann. In der Begrüßung erfahren wir, dass Kazimoto sowohl heiße als auch harte Arbeit bedeutet. 

Als die Show dann los geht, steht keiner mehr still. Das ganze Publikum tanzt ausgelassen zu den ungewohnten Rhythmen der afrikanischen Trommeln.  Für europäische Ohren wirkt der Puls verschleiert, man findet sich jedoch sehr schnell hinein. Die traditionellen tansanischen Trommeln werden durch ein Schlagzeug ergänzt. Dazu spielt ein E-Bass und der Frontman singt in seiner Muttersprache. Das für die Mchiriku-Musik aus Dar es Salaam wichtigste Instrument ist aber das Casio-MiniKeyboard. Mit dessen Verbreitung in den Vorstädten Dar es Salaam entwickelte sich dieser Musikstil als Antwort auf den westlich beeinflussten Bongo Flava. Auf dem Casio werden auf gehaltenen Akkorden Melodiepattern als durchgehende Begleitung gespielt und über einen großen Megafonartigen Lautsprecher verstärkt. 

tl_files/2014/blog/k-DSC05652.JPG

Die Musik von Kazimoto wird von den Gebrüdern Teichmann direkt gemischt, ergänzt und verarbeitet. Die zwei Brüder bringen Elektro-Elemente als Einschübe und Ergänzungen. Man sieht den beiden an, wie viel Spaß sie bei diesem Projekt haben; ganz getreu ihrem Motto mit ihren musikalischen und kulturellen Projekten neue Brücken zu bauen.

Auf die „Kazimoto“-Schreie des Sängers antwortet das Publikum mit „Moto, Moto!“. Vor allem die Landsleute von Kazimoto – die Mitglieder des Safi Theatre – genießen die Show und Tanzen als Polonaise durchs Publikum. Daran darf sich das restliche Publikum ruhig mal ein Beispiel nehmen!

Kommentare

Kommentar von Beate |

Ich habe Kazimoto pur auf der Heidecksburg erlebt und war total begeistert von der mitreisenden Musik der Tansanier. Die Beine still zu halten, ging da gar nicht. Mit dem Zusammenspiel mit den Gebrüdern Teichmann konnte ich nicht viel anfangen. Die tansanische Musik war nicht nur durch den Techno-Sound verschleiert, sondern das Gesamtpaket nur nervig. Nach drei Liedern habe ich immer noch nicht in die Musik gefunden und habe aufgegeben. Nicht mein Stil, aber jeder hat ja so seinen eigenen. Trotzdem Glückwunsch für das mutige und engagierte Vorhaben, einen kulturellen Brückenschlag zwischen den Kontinenten zu wagen.

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 5.