Sind wir immer noch Helden?
Der Nachmittag war prall gefüllt. Ich musste von einer zur anderen Bühne sprinten, um auch tatsächlich alles mitzubekommen. Da war die tansanische Ufunuo Muheme Group, Judith Holofernes und Kazimoto mit den Gebrüder Teichmann…doch Halt! Machen „Wir sind Helden“ nicht seit 2011 eine Pause? – Stimmt!
Die Berlinerin konnte das Musik machen doch nicht so sein lassen, wie sie sich das von sich selbst gewünscht hätte. Und so hat sie über die letzten drei Jahre immer wieder Lieder geschrieben und einfach zuhause aufgenommen.
Herausgekommen ist ein neues Album, das seit Anfang Februar diesen Jahres in den Märkten zu finden ist. Auf der Platte und in Rudolstadt präsentiert sich Judith Holofernes und Band – die übringens händeringend nach einem Namen sucht – in gewohnter Art. Man erkennt den Stil und Charme der Sängerin sofort wieder. Anders als sonst ist es ein wüstes Sammelsurium an Texten, die allerdings immer sehr durchdacht und mit Sinn geschrieben wurden.
Nach einer dreiviertel Stunde verabschiedete sie sich das erste Mal – sie gab noch einige Zugaben – mit dem Titel „Danke, ich hab schon (genug)“…in dem Fall wohl, von ihrer Gesangspause. Sie ist wieder da und lädt alle dazu ein in ihr „wirklich, wirklich großes Boot“ einzusteigen.
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